Fachnetzwerk Dissozialität

BFS: Neue Statistiken zu Bewährungshilfe und Freiheitsentzug

Verfasst von: Infostelle am 20 Januar 2010

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat kürzlich zwei neue Statistiken veröffentlicht:

 

Bewährungshilfe 2000-2006
Die Publikation gibt einen Überblick über die Durchführung von Bewährungshilfe vor der Inkraftsetzung des revidierten Sanktionenrechts. Zudem liegen verschiedene Kennzahlen zur Bewährungshilfe  2000-2006 vor.

Link: Publikation Bewährungshilfe 2000-2006

 

Freiheitsentzug 2009
Im vergangenen Jahr wurde ein Anstieg der Insassenzahl festgestellt und es wurden Unterschiede zwischen den Konkordaten sichtbar.

Link: Medienmitteilung
Link: Überblick Kennzahlen zum Freiheitsentzug 2009

 

 

Weitere Informationen: http://www.justice-stat.admin.ch/

Neue Gewalt oder neue Wahrnehmung?

Verfasst von: Infostelle am 21 Oktober 2009

Neue_Gewalt_neue_Wahrnehmung 

 Gewalttaten sind ein Bestandteil der Menschheitsgeschichte, soweit wir sie zurückverfolgen können. Ob aber Phänomenologie und Ausmass der Gewalttätigkeit sich in jüngerer Zeit entscheidend verändert haben, wird in den kriminologischen Wissenschaften, den Medien und der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Lässt sich eine vermehrte Gewaltbereitschaft auf Grund empirischer Ergebnisse wirklich belegen oder handelt es sich unter dem Einfluss von Politik und Medien nur um eine andere Wahrnehmung?

 

Mit diesen Fragen befasst sich der Tagungsband zum Kongress 2008 der Schweizerischen Arbeitsgruppe für Kriminologie.

 

Der Band 26 der Reihe Kriminologie beginnt mit einleitenden Beiträgen über die Aussagekraft “harter” statistischer Fakten und theoretischen Überlegungen zum Gewaltbegriff. Gefolgt von Publikationen über die Wahrnehmung von Gewalt aus der Sicht des Individuums, der Familie und der Schule. Abschliessend enthält der Tagungsband Texte, welche eine Perspektive auf die gesamtgesellschaftliche Sichtweise zur Gewalt ermöglichen.

 

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Kriminalität und kommunale Kriminalprävention in Zürich

Verfasst von: Infostelle am 14 Oktober 2009

Eine kriminologische Regionalanalyse mit besonderer Ausrichtung auf das Zürcher Langstrassenquartier (Projekt «Langstrasse PLUS»)

 

Das Langstrassenquartier befindet sich in einer Umgebung, die man als hot spot der Kriminalität, insbesondere der Drogen-, Gewalt- und Sexualdelinquenz, bezeichnen kann. Insoweit bestätigt sich das in der Öffentlichkeit herrschende Bild dieses Stadtquartiers. Die Anwohnerinnen und Anwohner schätzen die Langstrasse aber trotz schlechtem Image.

 

Das sind die wichtigsten Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das das Kriminologische Institut der Universität Zürich im Auftrag des Stadtrats durchgeführt hat. In der Studie wurden Fachpersonen aus den Bereichen Justiz, Polizei und Sozialwesen und Vertreterinnen und Vertreter aus Gewerbe und Quartierverein befragt.

 

Zur Studie

Untersuchungsbericht zum Tötungsdelikt in Rieden

Verfasst von: Mayer Klaus am 11 Oktober 2009

Im März diesen Jahres kam es in Rieden bei Baden zu einem Tötungselikt. Opfer war die 17-jährige Lucie T. Der Täter stand unter der Aufsicht der Bewährungshilfe Aargau, nachdem er im August 2008 bedingt  aus einer Massnahme für junge Erwachsene nach Art. 61 StGB entlassen worden war.

Auf der Homepage des Kantons Aargau wurde der Untersuchungsbericht von A. Werren, der den Vorfall und seine Hintergründe analysiert, veröffentlicht. Dieser Bericht ist m.E. sehr lesenswert. Hier der link:

Bedingte Entlassung von Personen mit schweren Delikten gegen Leib und Leben;

Organisation und Arbeitsweise der Vollzugsbehörden und der Bewährungshilfe

Administrative Untersuchung

Seminar Problemlösetraining

Verfasst von: Mayer Klaus am 18 September 2009

Das für Herbst/Winter 2009 vorgesehene 4-tägige Seminar zum Problemlösetraining mit straffälligen Klienten kann wegen diverser Terminüberschneidungen nicht durchgeführt werden. Wir planen einen neuen Anlauf in 2010. Daten und Inhalten werden an dieser Stelle bekannt gegeben.

Sicherheit und Resozialisierung – Ein Widerspruch?

Verfasst von: Infostelle am 03 September 2009

Fachtagung Strafvollzug

Die Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz führt am Freitag, den 16. Oktober 2009 in Olten eine Fachtagung im Bereich Strafvollzug zum Spannungsfeld Resozialisierung und Sicherheitsdiskurs durch. Zu den Inhalten der Tagung mit Referaten von Forschenden und PraktikerInnen aus dem In- und Ausland sowie weitere Informationen finden Sie hier

«Soziale Sicherheit»: Schwerpunkt Jugend und Gewalt

Verfasst von: Infostelle am 18 August 2009

Die aktuelle Ausgabe 3/2009 der Fachzeitschrift «Soziale Sicherheit CHSS» ist dem Thema «Jugend und Gewalt» gewidmet. In der vom Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegebenen Publikation diskutieren Fachleute verschiedene Aspekte der Gewaltprävention. Weitere Artikel fragen nach der Häufigkeit von Jugenddelinquenz  und beleuchten die Mediennutzung von Heranwachsenden.

 

Link: Soziale Sicherheit CHSS 3/2009  als PDF.

Perspektiven einer modernen Kinder- und Jugendforensik

Verfasst von: Infostelle am 18 August 2009

Die Entwicklung der Jugenddelinquenz wird in den letzten Jahren auch in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Cornelia Bessler gibt in ihrem Fachartikel «Perspektiven einer modernen Kinder- und Jugendforensik – Modelle einer zukunftsweisenden Kooperation zwischen Justiz und Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Schweiz» einen Überblick über die aktuellen statistischen Daten und Studien. Zudem stellt sie die Fachstelle für Kinder- und Jugendforensik des Zentrums für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich vor, wo sie als leitende Ärztin tätig ist. Sie zeigt auf, wie  der Justiz an den verschiedenen Schnittstellen kinder- und jugendpsychiatrische Kompetenz zur Verfügung gestellt werden kann. Zudem fordert sie früh ansetzende professionelle und interdisziplinäre Bemühungen. Mit dem Aufbau einer modernen Jugendforensik im Kanton Zürich wird eine Entwicklung, die mit der Spezialisierung der Forensik in der Erwachsenenpsychiatrie bereits eingesetzt hat, auch im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie nachvollzogen.

 

 

Bessler, C.  (2009). Perspektiven einer modernen Kinder- und Jugendforensik – Modelle einer zukunftsweisenden Kooperation zwischen Justiz und Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Schweiz. In: Mayer, K. & Schildknecht, H. (Hrsg.), Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität. Ein Handbuch für die interdisziplinäre Arbeit. Zürich: Schulthess, S. 197 – 205

 

Fachartikel als PDF

 

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Rezension «Entwicklung von Gewalterfahrungen Jugendlicher»

Verfasst von: Infostelle am 03 August 2009

Ribeaud_Eisner_Entwicklungen_Gewalterfahrungen

Denis Ribeaud und Manuel Eisner präsentieren in ihrer Studie die Ergebnisse zweier Befragungen aus den Jahren 1999 und 2007, in denen sie Jugendliche aus dem Kanton Zürich zu ihren Gewalterfahrungen interviewten.

Der ZHAW-Dozent Rolf Nef hat die Studie für die infostelle.ch rezensiert.

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Studie «Rückfall nach Massnahmenvollzug»

Verfasst von: Infostelle am 03 August 2009

Zwei Drittel der jungen Männer, die regulär aus einer Massnahme austreten, begehen kein Verbrechen mehr, ein Drittel wird rückfällig. Wird die Massnahme aber vorzeitig abgebrochen, so erhöht sich die Rückfallquote von 33 auf 54,6 Prozent. Dies ist einer breit angelegten Studie mit dem Titel “Rückfall nach Massnahmenvollzug” zu entnehmen, welche die Massnahmenzentren Arxhof und Uitikon publiziert haben. Die Rückfallquote bei Gewaltverbrechen beträgt bei regulär Ausgetretenen 6,2 Prozent, bei den so genannten Abbrechern aber 24,9 Prozent.

Weitere Informationen zur Studie

Zuercher Hochschule fuer angewandte Wissenschaften
Infostelle