Neue Gewalt oder neue Wahrnehmung?
Verfasst von Infostelle am 21. Oktober 2009
Gewalttaten sind ein Bestandteil der Menschheitsgeschichte, soweit wir sie zurückverfolgen können. Ob aber Phänomenologie und Ausmass der Gewalttätigkeit sich in jüngerer Zeit entscheidend verändert haben, wird in den kriminologischen Wissenschaften, den Medien und der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Lässt sich eine vermehrte Gewaltbereitschaft auf Grund empirischer Ergebnisse wirklich belegen oder handelt es sich unter dem Einfluss von Politik und Medien nur um eine andere Wahrnehmung?
Mit diesen Fragen befasst sich der Tagungsband zum Kongress 2008 der Schweizerischen Arbeitsgruppe für Kriminologie.
Der Band 26 der Reihe Kriminologie beginnt mit einleitenden Beiträgen über die Aussagekraft “harter” statistischer Fakten und theoretischen Überlegungen zum Gewaltbegriff. Gefolgt von Publikationen über die Wahrnehmung von Gewalt aus der Sicht des Individuums, der Familie und der Schule. Abschliessend enthält der Tagungsband Texte, welche eine Perspektive auf die gesamtgesellschaftliche Sichtweise zur Gewalt ermöglichen.
