Fachnetzwerk Dissozialität

Eine Masterarbeit von Günther Weber-Koradi

Die Arbeit geht der Frage nach, welche Rahmenbedingungen und Behandlungsansätze Rückfälle vermeiden helfen. Sie klärt, welche Grundsätze zu beachten sind um deliktpräventive Wirkung und damit den Schutz der Allgemeinheit zu gewährleisten: sie hält Wirksamkeits-Prinzipien fest, die erfolgreiche, forensisch-psychiatrische Arbeit in stationärem Rahmen kennzeichnen.

Die Wirksamkeits-Prinzipien werden mit einem geeigneten Konzept systematisch analysiert; mit den Kategorien des EFQM-Modells (European Foundation for Quality Management) wird für jedes einzelne Wirksamkeits-Prinzip festgehalten, welche fachliche Qualität anzustreben ist, welche Merkmale Qualität charakterisieren und wie Qualität gewährleistet werden kann. Damit werden Standards für die stationäre Behandlung von Straftätern und Straftäterinnen mit einer psychischen Störung definiert.

Die Standards beschreiben Kriterien für einen wirksamen Behandlungsprozess: Sie dienen den Bewährungs- und Vollzugsdiensten als Grundlage um die Qualität stationärer Einrichtungen zu beurteilen, therapeutische Inhalte verbindlich festzulegen und Leistungsvereinbarungen mit qualitativen Vorgaben abzuschliessen.

 

Masterarbeit «Wirkung sichern»

Alt werden im Straf- und Massnahmenvollzug

Verfasst von: Baumeister Barbara am 09 Juli 2009

Auch wenn Inhaftierte im Pensionsalter auf absehbare Zeit eine Minderheit im Strafvollzug bleiben werden, ist angesichts der Veränderungen in der Altersstruktur der Gesellschaft davon auszugehen, dass diese Zahl in der Schweiz wie in anderen Ländern wächst.

Ältere Inhaftierte bedürfen eines Angebots, das ihrer besonderen Lebenssituation gerecht wird. Das Straf- und Mass­nahmenvoll­zugs­personal braucht Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit alten Insassen. Die Anstalten sollten angepasst sein an die spezifischen Bedingungen pflegebedürftiger und altersbedingt behinderter Menschen. Institutionen im Straf- und Massnahmen­vollzug sind auf diese Herausforderung bisher nicht oder nur unzureichend eingestellt. Eine fundierte Studie, welche die Thematik für den Straf- und Massnahmenvollzug in der Schweiz sozialwissenschaftlich bearbeitet, liegt bisher nicht vor. Die hier geplante Untersuchung dürfte deshalb sowohl für die Wissenschaft als auch für die Praxis von grossem Nutzen sein.

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Ist unser Strafrecht hart genug?

Verfasst von: Infostelle am 08 Juli 2009

Das Parlament hat das Strafrecht massiv verschärft und auch das Volk gibt an der Urne seinen Segen zu härteren Strafen. Wieviel Strafe muss sein? In der Radiosendung Input denkt ein Straftäter über das Mass und den Sinn seiner Gefängnisstrafe nach. Ein Gefängnisdirektor erzählt, wie es sich anfühlt beruflich Strafen zu vollstrecken und ein Strafrechtsprofessor erklärt das Revival der harten Strafe.

Eine Sendung von Radio DRS 3, ausgestrahlt am 21. Juni 2009.

 

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Bundestagung DBH zum Thema Übergangsmanagement

Verfasst von: Mayer Klaus am 23 Juni 2009

Die Bundestagung des DBH – Fachverbands findet dieses Jahr in Berlin statt (23.09. – 26.09.) Thema ist die Gestaltung von Übergängen zwischen Strafvollzug, Nachbetreuung durch Bewährungs- und Straffälligenhilfe und der Kooperationen mit anderen Einrichtungen.

Nähere Informationen unter 20. DBH-Bundestagung Berlin

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Publikation: Strafrechtspflege in Deutschland

Verfasst von: Mayer Klaus am 16 Juni 2009

Wie sieht Kriminalität und Strafrechtspflege in Deutschland aus? Eine vom Bundesministerium der Justiz herausgegebene Publikation vermittelt ein konkretes Bild.

Aus dem Vorwort der Bundesministerin der Justiz: Das Bild der Öffentlichkeit von der Strafrechtspflege wird vor allem durch spektakuläre Einzelfälle geprägt, insbesondere über spektakuläre Gewaltverbrechen wird in den Medien ausführlich berichtet. Sicher gehören auch sie zu den Erscheinungsformen von Kriminalität. Den Großteil machen jedoch nur einfache bis mittelschwere Eigentums- und Vermögensdelikte aus.

Die Veröffentlichung will ein wirklichkeitsgetreues Abbild strafbaren Verhaltens und dessen Verfolgung anhand ausgewählter statistischer Ergebnisse vermitteln. Darüber hinaus soll sie auch einen Einblick in unser System der Strafrechtspflege ermöglichen. Dargestellt werden alle Ebenen der Strafverfolgung: von der polizeilichen, staatsanwaltschaftlichen und gerichtlichen Tätigkeit über die Aburteilung bis hin zu Strafvollzug und Bewährungshilfe.

Ein besonderer Abschnitt berichtet Zahlen über den Täter-Opfer-Ausgleich;am Ende ist ein Kapitel zur Rückfälligkeit angefügt. Es würde allerdings den Umfang der Veröffentlichung sprengen, wenn alle Verzweigungen des Strafverfahrens und alle Sanktionen erwähnt und zahlenmäßig dargestellt würden. Alle präsentierten Zahlen sind jeweils den aktuellen Statistikjahrgängen entnommen, die sich naturgemäß auf Vorjahre beziehen.

Bundesministerium der Justiz: Strafrechtspflege in Deutschland

Buchapéro

Verfasst von: Infostelle am 12 Juni 2009

Am Dienstag, 9.6.2009 fand in den Rämlichkeiten des Departements Soziale Arbeit der ZHAW ein Buchapéro statt. Rund 40 Personen stiessen auf das Erscheinen des Buches „Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität” an, das von den beiden Dozierenden Klaus Mayer und Huldreich Schildknecht im Schulthess Verlag herausgegeben wurde. Nach einer Begrüssung von Men Kaufmann, Leiter Weiterbildung und Dienstleistungen erläuterte Huldreich Schildknecht, Studienleiter des MAS (Master of Advanced Studies in Delinquency Risk Management and Reintegration) die Ausrichtung und Weiterentwicklung des Weiterbildungsangebotes der ZHAW im Bereich Dissozialität und Kriminalität, das in Kooperation mit dem Amt für Justizvollzug Zürich bereits seit einigen Jahren erfolgreich realisiert wird. Er verdankte die Fachautoren und alle, die am Projekt beteiligt waren. Mit dem Engagement der Autorinnen und Autoren aus den unterschiedlichsten Handlungsfelder konnte erstmals eine deutschsprachige Publikation realisiert werden, die neben neusten Erkenntnissen aus der Forschung auch fundiertes Wissen von Praktikerinnen und Praktikern enthält.

 

Nach einer würdigen Laudatio von Herrn Dr. iur. Benjamin F. Brägger, Vorsteher des Amtes für Strafvollzug des Kantons Neuenburg und einer kurzen Einführung in den Weblog «Fachnetzwerk Dissozialität» von Doris Aebi, Leiterin Infostelle des Departments Soziale Arbeit, ZHAW, wurde beim anschliessenden gemütlichen Apéro auf das Buch angestossen.

 

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Laudatio Benjamin Brägger

Referat als PDF

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Neuerscheinung: Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität

Verfasst von: Infostelle am 08 Juni 2009

Die Professionalisierung der Arbeit mit Menschen mit abweichendem Verhalten erfährt durch die Einführung neuer Interventionsformen in Bereichen wir Beratung. Therapie und Prognostik neue Impulse. Das vorliegende Handbuch ermöglicht Sozialarbeitenden, Psychologen, Juristen und Fachleuten verwandter Disziplinen einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Praxis, des Fachwissens und der fachlichen Diskussion. Es enthält Beiträge von Praktikerinnen und Praktikern aus den verschiedensten Tätigkeitsfeldern und Institutionen der Arbeit mit delinquenten und dissozialen Klienten.

Autorinnen und Autoren:
Sylvie Berchtold-Remund, Cornelia Bessler, Dieter Bongers, Benjamin F. Brägger, Thomas Erb, Oliver Falk, Eví Forgó Baer, Beat Fritsche, Hansueli Gürber-Frei, Kay Hemmerling, Peter Inglin, Bernhard Jüsi, Carole Kherfouche, Liliane Kistler, Thomas Knecht, Georg Lind, Marcio Mailer, Armin Malär, Ralph Margies, Klaus Mayer, Patricia Millet Müller, Leo Näf, Hans-Jürg Patzen, Antonis Purnelis, Matthias Scharlipp, Huldreich Schildknecht, Verena Tobler Linder, Denise Tunali Beytekin, Hansueli Zellweger, Patrick Zobrist

Klaus Mayer und Huldreich Schildknecht (Hrsg.) (2009): Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität. Ein Handbuch für die interdisziplinäre Arbeit. Zürich: Schulthess Verlag. 366 Seiten, ISBN 978-3-7255-5728-8, CHF 59.-

Das Buch kann hier bestellt werden.

 

Eine Hörprobe:

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Inhaltsverzeichnis und Einleitung

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Rezension: «Kultureller Rabatt»

Verfasst von: Infostelle am 04 Juni 2009

Frischknecht: Kultureller Rabatt
Soll das Strafrecht den kulturellen Hintergrund einer beschuldigten Person berücksichtigen? Diese kontroverse Frage hat der Jurist Tom Frischknecht in seiner Dissertation untersucht.
Mehr erfahren Sie in der Rezension von Patrick Zobrist.

Bewährungs- und Straffälligenhilfe auf neuen Wegen

Verfasst von: Mayer Klaus am 02 Mai 2009

Vor einigen Tagen ist Band 62 der DBH-Materialien erschienen, den der DBH zusammen mit dem Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben hat. Der Band mit dem Titel “Bewährungs- und Straffälligenhilfe auf neuen Wegen” liefert eine aktuelle Standortbestimmung zur Diskussion über neue Entwicklungen der Arbeit mit straffälligen Klienten. Die Artikel des Bandes basieren auf Beiträgen zur DBH-Fachtagung in Zinnowitz, die 2008 stattfand und auf verschiedenen Foren einen Einblick in den gegenwärtigen Stand der Veränderungsprozesse gegeben hat. 

Für viele Beobachter haben sich die Koordinaten der Kriminalpolitik in den letzten Jahren zunehmend verschoben. Die Fachdiskussion wird vom Ziel des Schutzes der Gesellschaft vor neuen Straftaten dominiert. Es scheint, als befänden sich resozialisierenden Ansätze derzeit eher in der Defensive. Angesichts der Ressourcenknappheit öffentlicher Haushalte ergeht auch an die Sozialen Dienste der Justiz die Aufforderung, ihre Leistungen bedarfsgerecht und kostengünstig zu erbringen.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen wurden in den Sozialen Diensten der Justiz und in der Straffälligenhilfe auf vielfältige Reformprozesse eingeleitet und neue organisatorische und fachliche Wege erprobt. Dabei wird nicht nur die Gewichtung des Doppelauftrages von Hilfe und Kontrolle in der Bewährungshilfe neu bewertet, auch die Gestaltung des Hilfs- und Kontrollprozesses selbst wird neu definiert.  Beitrag weiter lesen »

Zuercher Hochschule fuer angewandte Wissenschaften
Infostelle