Verfasst von: Infostelle am 03 September 2009
Fachtagung Strafvollzug
Die Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz führt am Freitag, den 16. Oktober 2009 in Olten eine Fachtagung im Bereich Strafvollzug zum Spannungsfeld Resozialisierung und Sicherheitsdiskurs durch. Zu den Inhalten der Tagung mit Referaten von Forschenden und PraktikerInnen aus dem In- und Ausland sowie weitere Informationen finden Sie hier
Verfasst von: Infostelle am 18 August 2009
Die aktuelle Ausgabe 3/2009 der Fachzeitschrift «Soziale Sicherheit CHSS» ist dem Thema «Jugend und Gewalt» gewidmet. In der vom Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegebenen Publikation diskutieren Fachleute verschiedene Aspekte der Gewaltprävention. Weitere Artikel fragen nach der Häufigkeit von Jugenddelinquenz und beleuchten die Mediennutzung von Heranwachsenden.
Link: Soziale Sicherheit CHSS 3/2009 als PDF.
Verfasst von: Infostelle am 18 August 2009
Die Entwicklung der Jugenddelinquenz wird in den letzten Jahren auch in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Cornelia Bessler gibt in ihrem Fachartikel «Perspektiven einer modernen Kinder- und Jugendforensik – Modelle einer zukunftsweisenden Kooperation zwischen Justiz und Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Schweiz» einen Überblick über die aktuellen statistischen Daten und Studien. Zudem stellt sie die Fachstelle für Kinder- und Jugendforensik des Zentrums für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich vor, wo sie als leitende Ärztin tätig ist. Sie zeigt auf, wie der Justiz an den verschiedenen Schnittstellen kinder- und jugendpsychiatrische Kompetenz zur Verfügung gestellt werden kann. Zudem fordert sie früh ansetzende professionelle und interdisziplinäre Bemühungen. Mit dem Aufbau einer modernen Jugendforensik im Kanton Zürich wird eine Entwicklung, die mit der Spezialisierung der Forensik in der Erwachsenenpsychiatrie bereits eingesetzt hat, auch im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie nachvollzogen.
Bessler, C. (2009). Perspektiven einer modernen Kinder- und Jugendforensik – Modelle einer zukunftsweisenden Kooperation zwischen Justiz und Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Schweiz. In: Mayer, K. & Schildknecht, H. (Hrsg.), Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität. Ein Handbuch für die interdisziplinäre Arbeit. Zürich: Schulthess, S. 197 – 205
Fachartikel als PDF
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Verfasst von: Infostelle am 03 August 2009
Denis Ribeaud und Manuel Eisner präsentieren in ihrer Studie die Ergebnisse zweier Befragungen aus den Jahren 1999 und 2007, in denen sie Jugendliche aus dem Kanton Zürich zu ihren Gewalterfahrungen interviewten.
Der ZHAW-Dozent Rolf Nef hat die Studie für die infostelle.ch rezensiert.
Verfasst von: Infostelle am 03 August 2009
Zwei Drittel der jungen Männer, die regulär aus einer Massnahme austreten, begehen kein Verbrechen mehr, ein Drittel wird rückfällig. Wird die Massnahme aber vorzeitig abgebrochen, so erhöht sich die Rückfallquote von 33 auf 54,6 Prozent. Dies ist einer breit angelegten Studie mit dem Titel “Rückfall nach Massnahmenvollzug” zu entnehmen, welche die Massnahmenzentren Arxhof und Uitikon publiziert haben. Die Rückfallquote bei Gewaltverbrechen beträgt bei regulär Ausgetretenen 6,2 Prozent, bei den so genannten Abbrechern aber 24,9 Prozent.
Weitere Informationen zur Studie
Verfasst von: Infostelle am 10 Juli 2009
Eine Masterarbeit von Günther Weber-Koradi
Die Arbeit geht der Frage nach, welche Rahmenbedingungen und Behandlungsansätze Rückfälle vermeiden helfen. Sie klärt, welche Grundsätze zu beachten sind um deliktpräventive Wirkung und damit den Schutz der Allgemeinheit zu gewährleisten: sie hält Wirksamkeits-Prinzipien fest, die erfolgreiche, forensisch-psychiatrische Arbeit in stationärem Rahmen kennzeichnen.
Die Wirksamkeits-Prinzipien werden mit einem geeigneten Konzept systematisch analysiert; mit den Kategorien des EFQM-Modells (European Foundation for Quality Management) wird für jedes einzelne Wirksamkeits-Prinzip festgehalten, welche fachliche Qualität anzustreben ist, welche Merkmale Qualität charakterisieren und wie Qualität gewährleistet werden kann. Damit werden Standards für die stationäre Behandlung von Straftätern und Straftäterinnen mit einer psychischen Störung definiert.
Die Standards beschreiben Kriterien für einen wirksamen Behandlungsprozess: Sie dienen den Bewährungs- und Vollzugsdiensten als Grundlage um die Qualität stationärer Einrichtungen zu beurteilen, therapeutische Inhalte verbindlich festzulegen und Leistungsvereinbarungen mit qualitativen Vorgaben abzuschliessen.
Masterarbeit «Wirkung sichern»
Verfasst von: Baumeister Barbara am 09 Juli 2009
Auch wenn Inhaftierte im Pensionsalter auf absehbare Zeit eine Minderheit im Strafvollzug bleiben werden, ist angesichts der Veränderungen in der Altersstruktur der Gesellschaft davon auszugehen, dass diese Zahl in der Schweiz wie in anderen Ländern wächst.
Ältere Inhaftierte bedürfen eines Angebots, das ihrer besonderen Lebenssituation gerecht wird. Das Straf- und Massnahmenvollzugspersonal braucht Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit alten Insassen. Die Anstalten sollten angepasst sein an die spezifischen Bedingungen pflegebedürftiger und altersbedingt behinderter Menschen. Institutionen im Straf- und Massnahmenvollzug sind auf diese Herausforderung bisher nicht oder nur unzureichend eingestellt. Eine fundierte Studie, welche die Thematik für den Straf- und Massnahmenvollzug in der Schweiz sozialwissenschaftlich bearbeitet, liegt bisher nicht vor. Die hier geplante Untersuchung dürfte deshalb sowohl für die Wissenschaft als auch für die Praxis von grossem Nutzen sein.
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Verfasst von: Infostelle am 08 Juli 2009
Das Parlament hat das Strafrecht massiv verschärft und auch das Volk gibt an der Urne seinen Segen zu härteren Strafen. Wieviel Strafe muss sein? In der Radiosendung Input denkt ein Straftäter über das Mass und den Sinn seiner Gefängnisstrafe nach. Ein Gefängnisdirektor erzählt, wie es sich anfühlt beruflich Strafen zu vollstrecken und ein Strafrechtsprofessor erklärt das Revival der harten Strafe.
Eine Sendung von Radio DRS 3, ausgestrahlt am 21. Juni 2009.
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Verfasst von: Klaus Mayer am 23 Juni 2009
Die Bundestagung des DBH – Fachverbands findet dieses Jahr in Berlin statt (23.09. – 26.09.) Thema ist die Gestaltung von Übergängen zwischen Strafvollzug, Nachbetreuung durch Bewährungs- und Straffälligenhilfe und der Kooperationen mit anderen Einrichtungen.
Nähere Informationen unter 20. DBH-Bundestagung Berlin
Verfasst von: Klaus Mayer am 16 Juni 2009
Wie sieht Kriminalität und Strafrechtspflege in Deutschland aus? Eine vom Bundesministerium der Justiz herausgegebene Publikation vermittelt ein konkretes Bild.
Aus dem Vorwort der Bundesministerin der Justiz: Das Bild der Öffentlichkeit von der Strafrechtspflege wird vor allem durch spektakuläre Einzelfälle geprägt, insbesondere über spektakuläre Gewaltverbrechen wird in den Medien ausführlich berichtet. Sicher gehören auch sie zu den Erscheinungsformen von Kriminalität. Den Großteil machen jedoch nur einfache bis mittelschwere Eigentums- und Vermögensdelikte aus.
Die Veröffentlichung will ein wirklichkeitsgetreues Abbild strafbaren Verhaltens und dessen Verfolgung anhand ausgewählter statistischer Ergebnisse vermitteln. Darüber hinaus soll sie auch einen Einblick in unser System der Strafrechtspflege ermöglichen. Dargestellt werden alle Ebenen der Strafverfolgung: von der polizeilichen, staatsanwaltschaftlichen und gerichtlichen Tätigkeit über die Aburteilung bis hin zu Strafvollzug und Bewährungshilfe.
Ein besonderer Abschnitt berichtet Zahlen über den Täter-Opfer-Ausgleich;am Ende ist ein Kapitel zur Rückfälligkeit angefügt. Es würde allerdings den Umfang der Veröffentlichung sprengen, wenn alle Verzweigungen des Strafverfahrens und alle Sanktionen erwähnt und zahlenmäßig dargestellt würden. Alle präsentierten Zahlen sind jeweils den aktuellen Statistikjahrgängen entnommen, die sich naturgemäß auf Vorjahre beziehen.
Bundesministerium der Justiz: Strafrechtspflege in Deutschland