Fachnetzwerk Dissozialität

Buchapéro

Verfasst von: Infostelle am 12 Juni 2009

Am Dienstag, 9.6.2009 fand in den Rämlichkeiten des Departements Soziale Arbeit der ZHAW ein Buchapéro statt. Rund 40 Personen stiessen auf das Erscheinen des Buches „Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität” an, das von den beiden Dozierenden Klaus Mayer und Huldreich Schildknecht im Schulthess Verlag herausgegeben wurde. Nach einer Begrüssung von Men Kaufmann, Leiter Weiterbildung und Dienstleistungen erläuterte Huldreich Schildknecht, Studienleiter des MAS (Master of Advanced Studies in Delinquency Risk Management and Reintegration) die Ausrichtung und Weiterentwicklung des Weiterbildungsangebotes der ZHAW im Bereich Dissozialität und Kriminalität, das in Kooperation mit dem Amt für Justizvollzug Zürich bereits seit einigen Jahren erfolgreich realisiert wird. Er verdankte die Fachautoren und alle, die am Projekt beteiligt waren. Mit dem Engagement der Autorinnen und Autoren aus den unterschiedlichsten Handlungsfelder konnte erstmals eine deutschsprachige Publikation realisiert werden, die neben neusten Erkenntnissen aus der Forschung auch fundiertes Wissen von Praktikerinnen und Praktikern enthält.

 

Nach einer würdigen Laudatio von Herrn Dr. iur. Benjamin F. Brägger, Vorsteher des Amtes für Strafvollzug des Kantons Neuenburg und einer kurzen Einführung in den Weblog «Fachnetzwerk Dissozialität» von Doris Aebi, Leiterin Infostelle des Departments Soziale Arbeit, ZHAW, wurde beim anschliessenden gemütlichen Apéro auf das Buch angestossen.

 

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Laudatio Benjamin Brägger

Referat als PDF

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Neuerscheinung: Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität

Verfasst von: Infostelle am 08 Juni 2009

Die Professionalisierung der Arbeit mit Menschen mit abweichendem Verhalten erfährt durch die Einführung neuer Interventionsformen in Bereichen wir Beratung. Therapie und Prognostik neue Impulse. Das vorliegende Handbuch ermöglicht Sozialarbeitenden, Psychologen, Juristen und Fachleuten verwandter Disziplinen einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Praxis, des Fachwissens und der fachlichen Diskussion. Es enthält Beiträge von Praktikerinnen und Praktikern aus den verschiedensten Tätigkeitsfeldern und Institutionen der Arbeit mit delinquenten und dissozialen Klienten.

Autorinnen und Autoren:
Sylvie Berchtold-Remund, Cornelia Bessler, Dieter Bongers, Benjamin F. Brägger, Thomas Erb, Oliver Falk, Eví Forgó Baer, Beat Fritsche, Hansueli Gürber-Frei, Kay Hemmerling, Peter Inglin, Bernhard Jüsi, Carole Kherfouche, Liliane Kistler, Thomas Knecht, Georg Lind, Marcio Mailer, Armin Malär, Ralph Margies, Klaus Mayer, Patricia Millet Müller, Leo Näf, Hans-Jürg Patzen, Antonis Purnelis, Matthias Scharlipp, Huldreich Schildknecht, Verena Tobler Linder, Denise Tunali Beytekin, Hansueli Zellweger, Patrick Zobrist

Klaus Mayer und Huldreich Schildknecht (Hrsg.) (2009): Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität. Ein Handbuch für die interdisziplinäre Arbeit. Zürich: Schulthess Verlag. 366 Seiten, ISBN 978-3-7255-5728-8, CHF 59.-

Das Buch kann hier bestellt werden.

 

Eine Hörprobe:

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Inhaltsverzeichnis und Einleitung

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Rezension: «Kultureller Rabatt»

Verfasst von: Infostelle am 04 Juni 2009

Frischknecht: Kultureller Rabatt
Soll das Strafrecht den kulturellen Hintergrund einer beschuldigten Person berücksichtigen? Diese kontroverse Frage hat der Jurist Tom Frischknecht in seiner Dissertation untersucht.
Mehr erfahren Sie in der Rezension von Patrick Zobrist.

Bewährungs- und Straffälligenhilfe auf neuen Wegen

Verfasst von: Klaus Mayer am 02 Mai 2009

Vor einigen Tagen ist Band 62 der DBH-Materialien erschienen, den der DBH zusammen mit dem Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben hat. Der Band mit dem Titel “Bewährungs- und Straffälligenhilfe auf neuen Wegen” liefert eine aktuelle Standortbestimmung zur Diskussion über neue Entwicklungen der Arbeit mit straffälligen Klienten. Die Artikel des Bandes basieren auf Beiträgen zur DBH-Fachtagung in Zinnowitz, die 2008 stattfand und auf verschiedenen Foren einen Einblick in den gegenwärtigen Stand der Veränderungsprozesse gegeben hat. 

Für viele Beobachter haben sich die Koordinaten der Kriminalpolitik in den letzten Jahren zunehmend verschoben. Die Fachdiskussion wird vom Ziel des Schutzes der Gesellschaft vor neuen Straftaten dominiert. Es scheint, als befänden sich resozialisierenden Ansätze derzeit eher in der Defensive. Angesichts der Ressourcenknappheit öffentlicher Haushalte ergeht auch an die Sozialen Dienste der Justiz die Aufforderung, ihre Leistungen bedarfsgerecht und kostengünstig zu erbringen.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen wurden in den Sozialen Diensten der Justiz und in der Straffälligenhilfe auf vielfältige Reformprozesse eingeleitet und neue organisatorische und fachliche Wege erprobt. Dabei wird nicht nur die Gewichtung des Doppelauftrages von Hilfe und Kontrolle in der Bewährungshilfe neu bewertet, auch die Gestaltung des Hilfs- und Kontrollprozesses selbst wird neu definiert.  Beitrag weiter lesen »

Kriminalitätsprävention im Bereich Hasskriminalität

Verfasst von: Klaus Mayer am 21 April 2009

Hasskriminalität ist eine Form von Gewaltkriminalität, die gegen eine Person oder gegen eine Sache wegen der Rasse, der Religion, der ethnischen Zugehörigkeit, des Geschlechts, der politischen oder der sexuellen Orientierung, des Alters oder der geistigen oder körperlichen Behinderung dieser Person oder des Eigentümers oder Besitzers dieser Sache gerichtet ist. Besonders der Bereich rechtsradikal motivierter Gewalttaten steht in Deutschland seit einigen Jahren im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. 

Im Auftrag des deutschen Bundesministeriums für Justiz wurde von 2001 bis 2004 das Projekt „Primäre Prävention von Gewalt gegen Gruppenangehörige – insbesondere: junge Menschen“ vom Deutschen Forum für Kriminalprävention durchgeführt. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe hat einen umfangreichen Bericht vorgelegt, der zusammengefasst auf die folgenden Ergebnisse kommt: 

  • Primäre Prävention von Hasskriminalität stützt sich vor allem auf die zwei Komponenten Erziehung zu Toleranz und zu Aggressionsbeherrschung.
  • Prävention von Hasskriminalität sollte möglichst früh einsetzen, z.B. in Kindergarten und Schule. Hierzu gibt es in Deutschland eine Reihe von Projekten, die teilweise in Deutschland evaluiert wurden, teilweise auf im Ausland evaluierten Projekten beruhen.
  • Erfolgreiche Präventionsarbeit in Kindergarten und Schule setzt voraus, dass Pädagogen und Erzieher bereits in ihrer Ausbildung die Grundlagen der Erziehung zur Toleranz und Aggressionsbeherrschung lernen.
  • Die Projekte wurden bzw. werden aber nur in begrenzten Gebieten (einzelnen Kommunen oder Regionen) durchgeführt. Die künftigen Arbeiten sollen sich deshalb nicht vorrangig auf die Entwicklungen neuer Methoden, sondern auf die flächendeckende Umsetzung empfehlenswerter Projekte konzentrieren.
  • Die vorhandenen Ansätze müssen aber weiterentwickelt werden. Deshalb müssen alle Projekte in stärkerem Maße als bisher evaluiert, dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht werden.
  • Prävention von Hasskriminalität kann nur erfolgreich sein, wenn sie von einer konsequenten Verfolgung entsprechender Taten begleitet wird. Hierbei kommt es nicht auf die Härte der Strafen an, sondern darauf, dass der Staat nach jeder Tat möglichst schnell und in einer für die Betroffenen und die Öffentlichkeit sehr deutlichen Weise ein Signal setzt, dass er fremdenfeindliche Taten und andere Formen der Gewaltkriminalität gegen Gruppenangehörige nicht duldet.

Wer sich für dieses Thema interessiert, kann die Dokumentation auf der Homepage des deutschen Bundesministeriums für Justiz bestellt oder als pdf-Dateien herunterladen

Bundesministerium der Justiz: Hasskriminalität-​ Vorurteilkriminalität

Schweizerisches Strafgesetzbuch, Allgemeine Bestimmungen

Verfasst von: Schildknecht Huldreich am 16 Februar 2009

Hinweis auf zwei aktuelle Veröffentlichungen hinsichtlich erster Erfahrungen mit den revidierten Bestimmungen des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches, beide in Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht ZStrR, Band 126, 2008:

 

Dr. hc. Hans Wiprächtiger, Lausanne: Die Sanktionen des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches – taugliche Instrumente? Geldstrafe, gemeinnützige Arbeit, Freiheitsstrafe, bedingte und teilbedingte Strafen, Strafzumessung – Die Sicht des Bundesgerichts; Seiten 364 ff.

 

Dr. iur. Benjamin F. Brägger, Düdingen und Neuchâtel: Die revidierten Bestimmungen des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches zum Straf- und Massnahmenvollzug: Das Neue scheint nicht gut, und das Gute ist nicht wirklich neu!; Seiten 391 ff.

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Neuerungen, Hintergründe und Herausforderungen

Die Diskussion um häusliche Gewalt hat zu einer Vielzahl von gesetzlichen Reformen geführt. Dabei waren zunächst primär sozialstaatlich motivierte Verbesserungen des Opferschutzes im Zentrum; im Verlaufe der letzten Jahre stand der Ausbau der Intervention (polizeiliche und zivilrechtliche Wegweisung) und Repression (Offizialisierung) im Vordergrund, während den Anliegen von Beratung und Untersützung nur beschränkt Gehör geschenkt wurde.

Der vollständige Fachartikel von Peter Mösch Payot, erschienen in der Zeitschrift Frauenfragen 2.2008:

 

Mösch, rechtliche Situation im Umgang mit häuslicher Gewalt

Zwischenwelt Ausschaffungshaft

Verfasst von: Infostelle am 09 Dezember 2008

Eine Sendung von Radio DRS3 vom 21.9.2008

Asylbewerber, die keine Aufenthaltsbewilligung haben, landen in Ausschaffungshaft. Eine aktuelle Studie untersucht nun zum ersten Mal überhaupt, wie es um die psychische Verfassung von Ausschaffungshäftlingen steht. Damit sollen Zwischenfälle wie Schlägereien vermieden werden. Sie sieht der Alltag im Gefängnis aus und was bewirkt die verlängerte Haftdauer`?

Ein Gespräch mit einer Menschenrechtsaktivistin, mit einem ehemaliger Insasse und mit den ausführenden Behörden.

 

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Weitere Radiosendungen finden Sie auf http://www.infostelle.ch/de/news/radiotipps.html

Die Masterarbeit (MAS Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität und Integration) von Marie-Josée Bührer, Mitarbeiterin des Masnahmenzentrums Kalchrain, beschäftigt sich mit der Frage, in welcher Weise risikoorientierte Instrumente in die pädagogische Arbeit zu integrieren sind, um den Problemlagen und Risikofaktoren der Eingewiesenen gerecht zu werden. 

 

 Masterarbeit Bührer


  • Norbert Naujoks: Sehr geehrte Fr. Baumeister, ich studiere Gerontologie an der FH Bern bei Prof. Kalbermatten. Ich bin gerade dabei mir ein Konzept für die Masterarbe
  • Ingo-Wolf Kittel: Eine spezifisch-fachliche Stellungnahme zu Behauptungen nach Art von Singer und Roth sowie ähnlich ideologisch argumentierenden Psychologen wie Prinz
  • Ingo-Wolf Kittel: Die Debatte hat wesentlich mehr Aspekte, wie von der FR in ihrer siebenteiligen Serie auch dokumentiert - Überblick hier http://www.fr-online.de/kult
Zuercher Hochschule fuer angewandte Wissenschaften
Infostelle